Verabschiedungsgottesdienst

Verabschiedungsgottesdienst für Pater Hemken, Pater Naveen und Pastoralreferentin Kirsch

ROM. Kurz nach 18 Uhr verkünden die Glocken des Petersdomes die erfolgte Wahl des neuen Papstes. Und wenig später tritt er zum ersten Mal auf die Loggia des Petersdomes: Es ist zur Überraschung vieler Vatikaninsider und der Weltöffentlichkeit erstmals ein Inder: P. Naveen Kardinal Pudota. Noch überraschter zeigen sich die Beobachter als er seinen neuen Namen bekannt gibt: Nardini I. Nach und nach verbreiten sich die Informationen, die man nun zu diesem Namen zusammengetragen hat. Es handelt sich demnach um einen Priester aus dem Bistum Speyer in Deutschland, der 2027 heiliggesprochen wurde. Und dabei stellt man auch fest: Den neuen Papst verbindet auch ganz persönlich etwas mit dem Bistum Speyer. Er war dort über drei Jahre als Kaplan tätig und wurde auf den Tag genau vor 30 Jahren im Bistum Speyer verabschiedet und zum Weiterstudium nach Rom entsandt. Große Erwartungen knüpfen sich an diesen neuen Papst, der bislang als Leiter der Pfadfinderkongregation tätig war, ganz besonders in Speyer, wo nun schon eilends erste Busreisen nach Rom organisiert werden. Beobachter vor Ort berichten von tumultartigen Begeisterungsstürmen, spontanem kostenlosem Weinausschank und Autocorsi u.a. mit einem fahrbaren Kaffeemobil durch die gesamte Pfarrei Hl. Geist in Neustadt/Weinstraße und weite Teile des Bistums als diese Nachricht bekannt wird.“

So oder ähnlich könnten sich die Pressemeldungen anhören, glaubt man der scherzhaft gemeinten Ausführung von Pfarrer Michael Paul in seiner Predigt über eine zukünftig mögliche Papstwahl von P. Naveen. Jedenfalls könnte sich die in großer Zahl versammelte Gottesdienstgemeinde in Hl. Kreuz Lachen-Speyerdorf dies durchaus vorstellen und drückte das durch langanhaltenden Applaus im Anschluss an die Predigt aus. Natürlich galt dieser Applaus nicht nur Kaplan P. Naveen, denn zusammen mit ihm wurden auch der Kooperator P. Gerd Hemken sowie die frühere Pastoralreferentin Margarita Kirsch aus der Pfarrei verabschiedet.

„Wir wollen niemals auseinander gehen“ zitierte Pfr. Paul zu Beginn seiner Predigt ein bekanntes Lied. Aber Abschiede gehörten zum Leben, tun mal sehr weh und ein anderes Mal sei es einfach auch gut, neue und getrennte Wege zu gehen - etwas, was auch absolut biblisch sei, sagte Paul in seinen sehr ehrlichen und auch wohlwollenden Worten.

Im Anschluss an den feierlichen und sehr emotionalen Gottesdienst, der von Chorsängerinnen und -sängern der Kirchenchöre der Pfarrei, einer Musikgruppe der Pfadfinder sowie einer großen Messdienerschar aller Gemeinden und dem neuen Seelsorgeteam unter der Leitung von Pfr. Paul gestaltet und gefeiert wurde, folgen die bewegenden Dankesworte an die drei scheidenden Seelsorgerinnen und Seelsorger durch Vertreter der Räte der Pfarrei. Auch der protestantische Pfarrer Stephan Oberlinger meldete sich anerkennend zu Wort.

So manche Träne wurde verdrückt und die große Verbundenheit wurde sehr deutlich greifbar. Es wurde aber auch herzlich gelacht als so manche Anekdote aus den vergangenen Jahren erzählt wurde.

Dieser sehr schöne Tag klang mit einem anschließenden Empfang und dem Adventsbasar der Pfadfinder aus, wo nach einem gespielten Sketch auch noch jede Menge Gelegenheit zum persönlichen Abschiednehmen und zur Begegnung gegeben war. Der Abschiedsschmerz dürfte etwas gemildert werden, da zumindest P. Hemken als gelegentliche Aushilfe und P. Naveen als Ferienvertretung auch in Zukunft noch mit der Pfarrei Hl. Geist ganz konkret verbunden bleiben. Und wer weiß, vielleicht wird eines Tages ja tatsächlich die eingangs erwähnte Pressemeldung in den Medien erscheinen.

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