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St. Peter und Paul Geinsheim

Gemeinde St. Peter und Paul Geinsheim
Gemeinde der Pfarrei Heilig Geist Neustadt

St. Peter und Paul Geinsheim

Herzlich willkommen in Geinsheim – und herzlich willkommen beim „Dom vom Gäu“.

Zwischen Pfälzerwald und Rhein, am Rand des Rebenmeeres der Haardt, liegt Geinsheim. Schon von weitem weist unsere Kirche den Weg: St. Peter und Paul prägt seit Generationen das Ortsbild – und für viele Menschen auch ein gutes Stück Heimat.

So finden Sie uns

Kirche St. Peter und Paul
Geitherstraße 1
67435 Neustadt an der Weinstraße

Google Maps führt Sie auf direktem Weg zu uns – ganz ohne Stern über Bethlehem, aber immerhin mit zuverlässiger Navigation.

Willkommen in unserer Gemeinde

Ganz gleich, von welcher Seite man sich Geinsheim nähert: Die große Pfarrkirche ist kaum zu übersehen. Nicht ganz zu Unrecht trägt sie im Volksmund den Namen „Dom vom Gäu“.

Unsere Kirche blickt auf eine lange Geschichte zurück. Als das frühere Gotteshaus für die wachsende Gemeinde zu klein geworden war, wagten die Geinsheimer im 19. Jahrhundert einen großen Neubau. Aus der älteren Kirche blieben der ehemalige Altarraum und der Turm erhalten. So stehen in St. Peter und Paul bis heute verschiedene Jahrhunderte gleichsam miteinander im Gespräch.

Kirche ist aber mehr als Mauerwerk. St. Peter und Paul erzählt von Menschen, die hier seit Generationen beten und feiern, Kinder taufen lassen, Hochzeit halten, Abschied nehmen, danken, hoffen – und manchmal einfach einen stillen Augenblick suchen.

Wir laden Sie herzlich ein, unsere Gemeinde und ihre Kirche kennenzulernen.

Menschen für St. Peter und Paul

Gemeinde lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen. Hier sehen Sie, wer sich für St. Peter und Paul Geinsheim im Pastoralteam, im Pfarreirat, im Gemeindeausschuss und im Verwaltungsrat einbringt.

Pastoraler Ansprechpartner

Für die pastorale Begleitung der Gemeinde St. Peter und Paul.

Gemeindereferent Philipp Ochsner
Gemeindereferent Philipp Ochsner Pastoraler Ansprechpartner

Pfarreirat

Geinsheims Stimmen im Pfarreirat der Pfarrei Heilig Geist.

Pia Kästel
Pia Kästel Pfarreiratsmitglied · St. Peter und Paul Geinsheim
Petra Stahler
Petra Stahler Pfarreiratsmitglied · St. Peter und Paul Geinsheim

Gemeindeausschuss

Die Menschen, die das kirchliche Leben vor Ort mitgestalten.

EB
Edna Becker Vorsitzende
AF
Anna Friedrich Stellv. Vorsitzende
MK
Monika Kuchera Stellv. Vorsitzende
GB
Gabriele Bender-Adam Schriftführerin

Verwaltungsrat

Die Vertreter aus St. Peter und Paul für Gebäude, Finanzen und Verwaltung.

Martin Haigis
Martin Haigis Mitglied des Verwaltungsrats
Bernd Vogelgesang
Bernd Vogelgesang Mitglied des Verwaltungsrats
Jakobusmuschel – Sternenweg
Sternenweg · Chemin des étoiles

St. Peter und Paul liegt am Sternenweg

Wer sich auf den Weg macht, sieht manches anders. Unsere Kirche St. Peter und Paul gehört zum Sternenweg – Chemin des étoiles.

Damit ist sie nicht nur ein Gotteshaus mitten in Geinsheim, sondern auch ein Ort für Menschen, die unterwegs sind: Pilgerinnen und Pilger, Suchende, Neugierige und alle, die für einen Augenblick aus dem Alltag heraustreten möchten.

Vielleicht ist das ja überhaupt eine schöne Beschreibung für Kirche: ein Ort am Weg – und manchmal ein Ort, an dem ein neuer Weg beginnt.

Kirche St. Peter und Paul – der „Dom vom Gäu“

Schon von weitem prägt sie das Bild von Geinsheim: unsere Kirche St. Peter und Paul, von vielen liebevoll der „Dom vom Gäu“ genannt.

Doch noch schöner als der Blick von außen ist der Blick hinein. Der Kirchenraum erzählt von Jahrhunderten des Glaubens, von Kunst und Geschichte – und von den Menschen, die diesem Haus bis heute Leben geben.

Wer genauer hinschaut, entdeckt manches, das beim ersten Besuch leicht verborgen bleibt. Deshalb lohnt sich ein Rundgang.

Kulturdenkmal St. Peter und Paul ist als Kulturdenkmal geschützt. Zum Denkmal gehören unter anderem der spätgotische Turm (1492), der Chor (um 1502), das 1780 bezeichnete Glockengeschoss sowie der gotisierende Saalbau von 1869–1873 mit seiner historischen Ausstattung. Am Chor befinden sich außerdem barocke Priestergrabsteine und eine Priestergrabplatte aus der Zeit um 1562. Lage des Kulturdenkmals →
Kirche und Ausstattung entdecken

Unsere Kirche virtuell entdecken

Manchmal beginnt ein Weg zu Gott mit einem ersten Blick. Mit unserem 360°-Rundgang können Sie St. Peter und Paul schon von zu Hause aus erkunden.

Bewegen Sie sich frei durch den Kirchenraum, schauen Sie in alle Richtungen und entdecken Sie den Chorraum, das Kirchenschiff, die Taufkapelle und weitere Perspektiven.

Auf Computer, Smartphone und Tablet lässt sich der Rundgang ganz einfach bedienen. Die eingeblendeten Fußspuren führen von einer Station zur nächsten.

360°-Rundgang starten
„Herr, ich liebe den Ort, wo dein Haus steht, den Platz, an dem deine Herrlichkeit wohnt.“ Psalm 26,8

Perspektivenwechsel – St. Peter und Paul von oben

St. Peter und Paul ist nicht nur vom Boden aus sehenswert. Mit Google Earth können Sie einen kleinen Perspektivenwechsel wagen und die Kirche, ihre Türme und das Geinsheimer Ortsbild aus der Vogelperspektive entdecken.

St. Peter und Paul in Google Earth ansehen

So klingt St. Peter und Paul

Eine Kirche kann man nicht nur sehen – man kann sie auch hören.

Wenn die Glocken von St. Peter und Paul über Geinsheim erklingen, bekommt unsere Kirche weithin hörbar eine Stimme. Sie rufen zum Gottesdienst, begleiten die Feste des Kirchenjahres und viele wichtige Stationen des Lebens.

Vier Glocken – vier Namen

Das heutige Geläut besteht aus vier Bronzeglocken: der Josefsglocke, der Marienglocke, der Peter-und-Paul-Glocke und der Wendelinusglocke.

Die größte Glocke ist die Josefsglocke. Mit rund 1.930 Kilogramm und dem Schlagton des¹ bildet sie das klangliche Fundament des Geläuts.

Das volle Geläut anhören
Seliger des Bistums Speyer

Paul Josef Nardini

Ein Priester, der Spuren hinterließ. Gut ein Jahr wirkte Paul Josef Nardini in Geinsheim – eine kurze Zeit, die unsere Gemeinde dennoch nachhaltig geprägt hat.

Vom 11. April 1850 bis Anfang Mai 1851 wirkte der spätere Selige als Pfarrverweser unserer Gemeinde St. Peter und Paul.
Seliger Paul Josef Nardini
Seliger Paul Josef Nardini
1821 geboren in Germersheim
1850 Pfarrverweser in Geinsheim
1855 Beginn der Schwesterngemeinschaft
2006 Seligsprechung in Speyer
Mehr über Paul Josef Nardini entdecken
1850–1851 · Geinsheim

Ein junger Priester kommt ins Gäu

Am 11. April 1850 wurde dem erst 28-jährigen Paul Josef Nardini die Verwaltung der Pfarrei Geinsheim übertragen. Was ihn hier erwartete, war keine bequeme erste Pfarrstelle.

Eine Gemeinde braucht einen neuen Anfang

Die Situation in Geinsheim war schwierig. Über viele Jahre war die Seelsorge vernachlässigt worden. Nardini wusste, dass sich daran nicht mit einigen schönen Worten etwas ändern würde.

Der junge Priester ging seine Aufgabe mit großer Energie an. Er predigte, unterrichtete, feierte mit den Menschen Gottesdienst und suchte ihre Nähe.

Schon nach wenigen Monaten zeigte sich, dass sich in der Gemeinde etwas bewegte.

„… einer gewissenhaften, umsichtigen Seelsorge, einem rastlosen Eifer …“

Paul Josef Nardini an das Bischöfliche Ordinariat, 6. November 1850

Wenige Tage später bewarb sich Nardini selbst um die Geinsheimer Pfarrstelle. Die Bewerbung blieb jedoch ohne Erfolg.

„Wir haben ihn als einen guten Hirten erkannt.“

Geinsheimer Eingabe an den Speyerer Bischof, 1. März 1851

Die Menschen wollten ihn behalten

Wie sehr Nardini die Menschen erreicht hatte, zeigte sich im Frühjahr 1851. Als deutlich wurde, dass er Geinsheim verlassen sollte, wollten sich viele damit nicht abfinden.

Die Geinsheimer beschrieben eine Gemeinde, in der sich während seiner Zeit vieles verändert hatte. Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder hätten seine Stimme gehört – und der Glaube sei neu lebendig geworden.

292 Unterzeichnende

Am 1. März 1851 wandten sich 122 Mütter und weitere 170 Personen aus Geinsheim an den Speyerer Bischof.

Sie baten ihn eindringlich darum, ihnen Nardini als Seelsorger und künftigen Pfarrer zu belassen.

Und bei einem Brief blieb es offenbar nicht: Aus einem weiteren Schreiben vom 6. März 1851 geht hervor, dass Geinsheimer sogar nach Speyer gezogen waren, um ihrem Anliegen persönlich Nachdruck zu verleihen.

Die Bitte blieb erfolglos. Nardinis Weg führte nach Pirmasens. Am 7. Mai 1851 traf er dort ein; am 12. Juni wurde er zum Pfarrer der Pirmasenser Gemeinde ernannt.

Für Geinsheim endete damit ein Kapitel von gut einem Jahr. Die Verbindung zu Nardini aber endete nicht.

Eine Verbindung, die blieb

Geinsheim ging ein Stück mit nach Pirmasens

Zwei kleine Begebenheiten zeigen besonders schön: Mit Nardinis Versetzung riss die Verbindung zu Geinsheim keineswegs ab.

1854

Ein Ewiges Licht aus Geinsheim

Die katholische Kirche in Pirmasens war damals nur sehr bescheiden ausgestattet.

Nardini berichtet in einem Brief mit Freude, dass seine Kirche nun erstmals ein Ewiges Licht besitze – ein Geschenk aus Geinsheim.

Eine kleine Gabe – und zugleich ein schönes Zeichen: Seine frühere Gemeinde hatte ihn nicht vergessen.

2. März 1855

Barbara Schwarz aus Geinsheim

Als Nardini die Armenpflege neu ordnete, vertraute er sie zunächst zwei Frauen an: Juliane Michel aus Deidesheim und Barbara Schwarz aus Geinsheim.

Barbara Schwarz erhielt den Schwesternnamen Agatha.

Damit steht eine Geinsheimerin ganz am Anfang jener Gemeinschaft, aus der die Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie hervorgingen.

Pirmasens

Vater der Armen

In Pirmasens begegnete Nardini einer Stadt voller sozialer Not. Armut wurde für ihn nicht nur zu einer gesellschaftlichen Frage, sondern zu einer geistlichen Herausforderung.

Paul Josef Nardini mit Kindern

Viele Familien lebten in großer Not. Kinder waren vielfach unversorgt, Kranke und alte Menschen brauchten Hilfe. Nardini wollte diese Not nicht nur beklagen.

Er organisierte konkrete Unterstützung und sammelte junge Frauen um sich, die bereit waren, ihr Leben in den Dienst anderer Menschen zu stellen.

Am 2. März 1855 begann daraus eine neue Gemeinschaft zu wachsen: die späteren Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie, weithin bekannt als Mallersdorfer Schwestern.

Hinsehen

Nardini sah nicht zuerst Fälle und Probleme, sondern Menschen und ihre konkrete Not.

Handeln

Aus christlicher Nächstenliebe sollten konkrete Hilfe, Pflege, Bildung und Begleitung werden.

Bleiben

Was klein begann, überdauerte seinen frühen Tod und entwickelte sich zu einem großen sozialen Werk.

Ein Wort Paul Josef Nardinis
„Wer Gott liebt, der ist reich auch in der Armut, geehrt auch in der Dunkelheit, mächtig auch in der Schwäche, weise auch in der Einfalt, frei auch in Ketten, gesund auch in der Krankheit, denn ihn erfüllt das friedvolle Wissen: Gott liebt mich!“
27. Januar 1862

Ein kurzes Leben – ein großes Werk

Paul Josef Nardini wurde nur 40 Jahre alt. Doch in diesen wenigen Jahren hatte er etwas begonnen, das ihn weit überdauern sollte.

Am 27. Januar 1862 starb Paul Josef Nardini in Pirmasens.

Bis dahin hatten sich bereits 235 Frauen seiner Gemeinschaft angeschlossen; zehn von ihnen waren zu diesem Zeitpunkt schon verstorben.

Wenige Tage später wurde er vor dem Altar der Schwesternhauskapelle beigesetzt.

Dom zu Speyer

Vom Geinsheimer Pfarrverweser zum Seligen

22. Oktober 2006

An diesem Tag wurde Paul Josef Nardini im Dom zu Speyer seliggesprochen. Als päpstlicher Legat stand Friedrich Kardinal Wetter der Feier vor.

Für das Bistum Speyer war dies ein großes Ereignis. Für Geinsheim hatte dieser Tag eine ganz eigene Bedeutung:

Ein Priester, der einst hier lebte, predigte, Menschen begleitete und in unserer Gemeinde Gottesdienst feierte, wurde von der Kirche seliggesprochen.

Geinsheim ist deshalb nicht einfach nur eine Jahreszahl in Nardinis Lebenslauf. Unsere Gemeinde gehört zu seiner Geschichte.

1821–2006

Stationen seines Lebens

Ein Lebensweg zwischen Germersheim, Speyer, München, Geinsheim und Pirmasens – und ein Werk, das bis heute weiterlebt.

25. Juli 1821

Paul Josef Lichtenberger wird in Germersheim geboren. Am folgenden Tag wird er in St. Jakob getauft.

1823

Maria Barbara und Josef Anton Nardini nehmen den Zweijährigen in ihre Familie auf. Fortan trägt er den Namen Paul Josef Nardini.

18. August 1841

Abschluss des Gymnasiums in Speyer mit Auszeichnung.

1841–1843

Studium der Philosophie in Speyer.

1843–1846

Theologiestudium in München.

25. Juli 1846

Nardini wird zum Doktor der Theologie promoviert.

22. August 1846

Priesterweihe im Dom zu Speyer.

11. April 1850

Nardini übernimmt als Pfarrverweser die Verwaltung der Pfarrei Geinsheim.

1. März 1851

122 Geinsheimer Mütter und weitere 170 Personen bitten den Bischof darum, Nardini in Geinsheim zu belassen.

7. Mai 1851

Nardini trifft nach gut einem Jahr in Geinsheim in Pirmasens ein.

12. Juni 1851

Ernennung zum Pfarrer von Pirmasens.

1852

Ernennung zum Schulinspektor.

1853

Eintritt in den Dritten Orden des heiligen Franziskus.

2. März 1855

Barbara Schwarz aus Geinsheim und Juliane Michel aus Deidesheim übernehmen die Armenpflege. Daraus wächst Nardinis neue Schwesterngemeinschaft.

10. März 1857

Kirchliche Anerkennung der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie.

1858

Nardini wird Dekan.

27. Januar 1862

Paul Josef Nardini stirbt im Alter von nur 40 Jahren in Pirmasens.

22. Oktober 2006

Seligsprechung im Dom zu Speyer.

2016

Zum zehnten Jahrestag der Seligsprechung erinnert Geinsheim mit besonderen Feierlichkeiten an seinen ehemaligen Pfarrverweser.

Nardini und Geinsheim heute

Seine Spuren sind noch da

Nardini gehört in Geinsheim nicht nur ins Geschichtsbuch. Seine Spuren lassen sich bis heute entdecken.

Im alten Chor unserer Kirche St. Peter und Paul erinnert eine Nardini-Gedenkstätte mit Reliquie an den Seligen.

Unser Gemeindezentrum trägt seinen Namen: Pfarrer-Nardini-Heim.

Und auch das historische Geinsheimer Pfarrhaus ist erhalten – jenes Haus, in dem Nardini während seiner Zeit als Seelsorger unserer Gemeinde lebte.

Vielleicht ist das die schönste Erinnerung an ihn: Nardini war nur gut ein Jahr hier – aber manches wird nicht nach seiner Dauer gemessen, sondern nach der Spur, die es hinterlässt.

Lesen · entdecken · vertiefen

Mehr über Paul Josef Nardini

Quellen und Literatur: Bistum Speyer; Kloster Mallersdorf; Domkapitular Dr. Norbert Weis, Paul Josef Nardini – der Mensch – der Priester – der Selige; Sr. M. Radegund Bauer, Paul Josef Nardini. Ein Leben für Benachteiligte, München 2006.
Ein Ort des Gebets

Das Geinsheimer Bildhäusel

Klein, etwas verborgen – und gerade deshalb ein besonderer Ort. Das Bildhäusel gehört seit Jahrhunderten zur Glaubenslandschaft Geinsheims. Hier wurde gebetet, hier machten Menschen Halt, hier fanden persönliche Andacht und Prozessionen ihren Platz.

Bildhäusel Geinsheim mit Geißelheiland
Kleines Heiligtum am Weg

Das Geinsheimer Bildhäusel

Wer das Geinsheimer Bildhäusel entdecken will, muss ein wenig genauer hinschauen. Gerade darin liegt vielleicht ein Teil seines Reizes: Die kleine Wegekapelle liegt etwas zurückgesetzt am nordwestlichen Ortsausgang und gehört seit Jahrhunderten zur religiösen Landschaft Geinsheims.

Früher versammelten sich Bewohner der umliegenden Häuser und Höfe hier zur Abendandacht. Besonders in der Fasten- und Adventszeit sowie im Marienmonat Mai war das Bildhäusel ein Ort gemeinsamen Gebets. Bis heute ist es Ziel einzelner Beter und Station bei Prozessionen.

Wo finden Sie das Bildhäusel?
Gäustraße, bei Hausnummer 107
67435 Neustadt an der Weinstraße · Geinsheim
Am nordwestlichen Ortsausgang, auf der linken Straßenseite in Richtung Neustadt.
Kulturdenkmal Das Bildhäusel ist als Kulturdenkmal geschützt. Die Denkmalliste beschreibt es als Wegekapelle des 18. Jahrhunderts, einen barocken Walmdachbau mit Fachwerk. Zum Denkmal gehört außerdem ein Wegekreuz, bezeichnet 1777. Lage des Kulturdenkmals →
Bildhäusel in Google Street View Route zum Bildhäusel
Geschichte, Geißelheiland und Geinsheimer Überlieferung

Das Bildhäusel ist ein besonderes Zeugnis religiöser Volksfrömmigkeit. Bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 2005 wurden ältere Bau- und Farbschichten untersucht. Die Geinsheimer Überlieferung reicht weit zurück; die amtliche Denkmalliste führt die Anlage als barocke Wegekapelle des 18. Jahrhunderts. Das benachbarte Wegekreuz trägt die Jahreszahl 1777.

Bei der Renovierung erhielt die kleine Kapelle wieder eine historische Farbgebung: ochsenblutfarbene Fachwerkbalken, eine bläuliche Decke mit Sternen und helle Gefache. Hinter dem schmiedeeisernen Gitter befindet sich die Darstellung des Heilands an der Geißelsäule.

Die mit dem Bildhäusel verbundene Figur des Geißelheilands ist eine Lindenholzplastik aus der Übergangszeit von der Gotik zur Renaissance und wird in die Zeit zwischen 1500 und 1550 datiert. In der Geinsheimer Tradition wird sie auch liebevoll „Heiland von der Wies“ genannt.

Eine alte Geinsheimer Erzählung

Norbert Kästel überliefert die Geschichte einer Gänsemagd, die auf den Birkigwiesen einen geheimnisvollen Ruf gehört haben soll: „Nach Geinsheim! Nach Geinsheim!“ Unter einem Holunderbusch habe sie schließlich die Figur des Heilands an der Geißelsäule gefunden.

Der Überlieferung zufolge ließ sich die Figur mehrfach an andere Orte bringen – und wurde doch immer wieder beim Bildhäusel gefunden. So erzählt die Legende auf ihre Weise: Dieser Heiland wollte offenbar in Geinsheim bleiben.

Historische Unterlagen berichten außerdem davon, dass sich zuvor eine Mariendarstellung im Bildhäusel befand. Die Gestalt der kleinen Kapelle hat sich also über die Jahrhunderte verändert – ihre Bedeutung als Ort des Gebets ist geblieben.

Quellen und weiterführende Hinweise: Norbert Kästel, St. Peter und Paul, Geinsheim – Zur Geschichte der Kirche und der Pfarrei, Neustadt-Geinsheim 1998; Denkmalliste der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz .
Raum für Begegnung und Gemeinschaft

Pfarrer-Nardini-Heim

Das Pfarrer-Nardini-Heim ist kein Andachtsort wie das Bildhäusel, sondern ein Haus des Gemeindelebens: Hier treffen sich Gruppen und Kreise, hier wird beraten und gefeiert – und von hier aus wird auch ganz praktisch Hilfe organisiert.

Pfarrer-Nardini-Heim Geinsheim
Pfarrheim · Begegnung · Gemeinschaft

Pfarrer-Nardini-Heim

Wo früher Wirtschaftsgebäude des alten Pfarrhofes standen, entstand 1982 unser Pfarrheim. Seither ist das Pfarrer-Nardini-Heim ein wichtiger Treffpunkt der Gemeinde: für Gruppen und Kreise, Sitzungen, Feste, Begegnungen und viele Veranstaltungen im Jahreslauf.

Der große Saal kann nach Rücksprache auch für private Feiern genutzt werden. Anfragen dazu richten Sie bitte an das Pfarrbüro.

Pfarrer-Nardini-Heim
Blumenstraße 38
67435 Neustadt an der Weinstraße · Geinsheim
Route mit Google Maps

Auch die Malteser sind hier zu Hause

Seit Mitte April 2024 ist das Pfarrer-Nardini-Heim auch ein Ausgangspunkt des Malteser Menüservice. In der dafür renovierten Küche werden Mahlzeiten vorbereitet, die von Geinsheim aus an Menschen in Neustadt und Umgebung sowie in Landau und Haßloch ausgeliefert werden.

Damit ist das Pfarrheim nicht nur ein Haus für Veranstaltungen: Von hier aus geht ganz praktisch Hilfe zu Menschen nach Hause.

Schön, dass Sie bei uns vorbeischauen.

Vielleicht zunächst nur auf dieser Seite. Vielleicht bald einmal ganz persönlich in Geinsheim.

Unsere Kirche steht offen für Gottesdienst und Gebet, für Entdeckung und Stille – und für Menschen, die gerade wissen, wohin sie wollen, ebenso wie für jene, die ihren Weg noch suchen.

Herzlich willkommen in St. Peter und Paul.

Menschen aus unserer Gemeinde

Geinsheimer, die Spuren hinterließen

Eine Gemeinde lebt nicht nur von ihren Gebäuden, sondern vor allem von den Menschen, die aus ihr hervorgegangen sind, hier ihren Glauben gelernt und von Geinsheim aus ihren Weg in die Welt genommen haben.

Einige von ihnen wirkten in der Seelsorge, andere in Orden, Mission, Bildung, Krankenpflege oder kirchlicher Verantwortung. Ihre Lebenswege sind sehr verschieden – und doch verbindet sie ihre Herkunft aus Geinsheim.

Klicken Sie auf einen Namen, um mehr über die jeweilige Person zu erfahren.

Dr. Philipp Jakob Haußner
1887–1965

Dr. Philipp Jakob Haußner

Geinsheimer Priester, langjähriger Generalvikar des Bistums Speyer und Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde.

Philipp Jakob Haußner wurde am 16. Oktober 1887 in Geinsheim geboren. Seine Eltern waren der Landwirt Johann Haußner und Elisabeth Haußner, geborene Kästel.

Sein Weg als Priester

  • Am 30. Juli 1911 wurde er in Speyer zum Priester geweiht; am 2. August 1911 feierte er in Geinsheim seine Primiz.
  • Er wirkte als Kaplan in Winnweiler (1911) und in St. Martin in Kaiserslautern (1912).
  • 1918 wurde er Expositus in Bechhofen, 1922 Pfarrer in Mörsch und 1931 Pfarrer von Frankenthal-St. Dreifaltigkeit.
  • 1921 promovierte er in Würzburg mit einer Arbeit über die „Waisenhaus- und Rettungshauserziehung in der Pfalz“.

Im Dienst des Bistums Speyer

  • 1936 Domkapitular
  • 1938 stellvertretender Generalvikar
  • 1943–1959 Generalvikar
  • 1952 Bischöflicher Geistlicher Rat und Päpstlicher Hausprälat
  • 1953 Domdekan
  • 1961 Apostolischer Protonotar
  • 1963 Dompropst
Mit Geinsheim blieb Haußner eng verbunden. Seine Heimatgemeinde ernannte ihn zum Ehrenbürger. Die Dr.-Haußner-Straße trägt seinen Namen; außerdem erinnert eine Gedenktafel in der Vorhalle unserer Kirche an ihn.

Dr. Philipp Jakob Haußner starb am 25. Januar 1965 in Speyer und wurde auf dem Friedhof des Domkapitels beigesetzt.

Heutige Einordnung

Als Generalvikar des Bistums Speyer von 1943 bis 1959 gehörte Dr. Philipp Jakob Haußner zur damaligen Bistumsleitung. Die im Mai 2025 veröffentlichte erste unabhängige Aufarbeitungsstudie zum sexuellen Missbrauch im Bistum Speyer nennt ihn im Zusammenhang mit dem damaligen Umgang mit entsprechenden Fällen und Hinweisen.

Ein Vorwurf, Haußner habe selbst sexuellen Missbrauch begangen, ergibt sich daraus nicht. Die Studie wirft jedoch Fragen danach auf, welche Kenntnisse in seiner Amtszeit vorhanden waren und wie mit Hinweisen, beschuldigten Geistlichen und Personalakten umgegangen wurde. Nicht alle dieser Fragen lassen sich anhand der erhaltenen Unterlagen eindeutig beantworten.

Eine heutige Würdigung seiner Person möchte deshalb beides im Blick behalten: seine Bedeutung für Geinsheim und sein kirchliches Wirken ebenso wie die Erkenntnisse und offenen Fragen der historischen Aufarbeitung.

Zur Aufarbeitungsstudie des Bistums Speyer →

Quellen:
Norbert Kästel: St. Peter und Paul, Geinsheim – Zur Geschichte der Kirche und der Pfarrei. Festschrift zum 125. Jubiläum der Weihe der neuen Kirche, Neustadt-Geinsheim 1998.
Unabhängige Aufarbeitungsstudie zum sexuellen Missbrauch im Bistum Speyer, Teilstudie 1, veröffentlicht 2025.
Dr. h. c. Thaddäus Stahler
1857–1938

Dr. h. c. Thaddäus Stahler

Priester des Bistums Würzburg, Dompropst und langjährig in der katholischen Arbeiterbewegung engagiert.

Thaddäus Stahler wurde am 26. September 1857 in Geinsheim geboren. Seine Eltern waren Friedrich Stahler, Schneider von Beruf, und Klara Stahler, geborene Schreiner aus Harthausen.

Priester und Seelsorger

  • Er besuchte das Würzburger Seminar und wurde am 31. Juli 1881 in Würzburg zum Priester geweiht.
  • Als Seelsorger wirkte er unter anderem in Arnshausen, Forst und Gerolzhofen.
  • 1885 wurde er Präfekt im Studienseminar Aschaffenburg.
  • 1891 übernahm er die Pfarrei Unsere liebe Frau in Aschaffenburg.

Kirchliche Aufgaben

  • Besonderes Engagement für katholische Arbeiter und ihre Vereine
  • Über zehn Jahre Diözesanpräses der katholischen Arbeiterschaft
  • 1912 Domkapitular
  • 1914–1936 Geistlicher Direktor der „Zeller Schwestern“
  • 1920–1933 Gründungsvorsitzender des Bayerischen Klerusverbandes
  • 1921 Dompropst in Würzburg und Päpstlicher Hausprälat
  • 1933 Domdekan

Stahler blieb nach der überlieferten Darstellung seiner Heimat und seiner Familie zeitlebens verbunden. Er starb am 14. September 1938 in Würzburg und wurde dort beigesetzt.

In der Vorhalle der Geinsheimer Kirche erinnert eine vom Bayerischen Klerusverband gestiftete Gedenktafel an ihn.
Quelle: Norbert Kästel: St. Peter und Paul, Geinsheim – Zur Geschichte der Kirche und der Pfarrei. Festschrift zum 125. Jubiläum der Weihe der neuen Kirche, Neustadt-Geinsheim 1998.
Zeichnung der Most Blessed Sacrament Church
1703–1764

Pater Theodor Schneider SJ

Jesuit aus Geinsheim und Missionar in Pennsylvania – einer der frühen deutschsprachigen katholischen Seelsorger Nordamerikas.

Theodor Friedrich Schneider wurde am 9. April 1703 in Geinsheim geboren. Seine Eltern waren Georg Schneider, Schultheiß, bischöflicher Einnehmer und Zehntverwalter, und Maria Elisabeth Schneider, geborene Appel.

Vom Gäu in die Gesellschaft Jesu

  • 1714–1718 Besuch des Jesuitengymnasiums in Speyer
  • 1721 Eintritt als Novize in die Gesellschaft Jesu
  • Wirken als Magister an verschiedenen Gymnasien der oberrheinischen Jesuitenprovinz
  • Um 1732/33 Priesterweihe
  • Ab 1734 Lehrer am Jesuitengymnasium in Mannheim
  • 1737 Ablegung der vier Jesuitengelübde und Tätigkeit als Professor der Philosophie
  • 1738 Rektor der Universität Heidelberg

Missionar in Nordamerika

1741 ging Schneider als Missionar nach Pennsylvania. Nach der von Norbert Kästel überlieferten Darstellung gehörte er zu den frühen deutschen katholischen Priestern im Gebiet der späteren Vereinigten Staaten. In Goshenhopen baute er eine Missionsstation auf und wirkte dort nicht nur als Seelsorger, sondern auch als Lehrer und Arzt.

Insgesamt wirkte er rund 23 Jahre in Nordamerika. Besonders mit der heutigen Most Blessed Sacrament Parish in Bally ist sein Name bis heute verbunden.

Zeichnung der Most Blessed Sacrament Church
Zeichnung der Most Blessed Sacrament Church

Pater Theodor Schneider starb am 10. Juli 1764 und wurde in der von ihm erbauten Kirche zu Goshenhopen beigesetzt.

Seine Grabinschrift erinnert an ihn als Gründer der Missionsstation und nennt 24 Jahre seines Wirkens in der Mission.

Quellen:
Norbert Kästel: St. Peter und Paul, Geinsheim – Zur Geschichte der Kirche und der Pfarrei. Festschrift zum 125. Jubiläum der Weihe der neuen Kirche, Neustadt-Geinsheim 1998.
Norbert Kästel: Pater Theodor Schneider SJ aus Geinsheim, einer der Begründer der katholischen Kirche in Nordamerika. Neustadt-Geinsheim 2003.
Maria Theresia Josepha Tirolf, Schwester Amanda
1748–1825

Maria Theresia Josepha Tirolf – Schwester Amanda

Geinsheimer Dominikanerin, die Umbruch, Säkularisation und die bewegte Geschichte des Speyerer Magdalenenklosters erlebte.

Maria Theresia Josepha Tirolf wurde am 25. September 1748 in Geinsheim geboren. Ihre Eltern waren Heinrich Tirolf, Fronmüller, und Eva Barbara Tirolf, geborene Hoffmann.

  • Am 21. September 1773 legte sie im Dominikanerinnenkloster zur Heiligen Maria Magdalena in Speyer ihre Profess ab.
  • Seit 1793 war sie Schaffnerin, also Verwalterin des Klosters.
  • 1794 sammelte sie gemeinsam mit Schwester Stephana Bader die von Revolutionstruppen zerstreuten Gebeine des heiligen Guido und brachte sie in das Magdalenenkloster.
  • Nach Enteignung und Säkularisation des Klosters 1802 gehörte sie zu fünf Schwestern, die Kloster und Kirche pachteten.
  • Nach dem Verkauf von St. Magdalena durch den französischen Staat im Jahr 1804 kehrte sie zunächst nach Geinsheim zurück und lebte im Haus ihres Bruders Franz Jakob Tirolf, des Löwenwirts.
  • 1815 konnte sie nach St. Magdalena zurückkehren.

Schwester Amanda starb am 22. August 1825 in Speyer.

Quellenhinweis: Die biografischen Angaben folgen dem überlieferten Text der bisherigen Gemeindeseite St. Peter und Paul Geinsheim. Die dort verwendete Bilddatei ist mit CC0 1.0 gekennzeichnet.
Margarethe Schneider, Schwester M. Castula
1884–1969

Margarethe Schneider – Schwester M. Castula

Ordensfrau und Kinderkrankenschwester, deren Lebenswerk der Pflege und besonders den kleinsten Patienten galt.

Margarethe Schneider wurde am 22. Februar 1884 in Geinsheim geboren. Ihre Eltern waren Heinrich Schneider und Anna Maria Schneider, geborene Willem.

  • Seit 1912 gehörte sie als Ordensfrau dem Institut St. Dominikus, den Armen Schulschwestern in Speyer, an.
  • Am 24. August 1915 legte sie ihre Profess ab.
  • Sie wirkte als Kinderkrankenschwester im St.-Anna-Stift in Ludwigshafen-Mundenheim.
  • Für ihren selbstlosen und aufopfernden Dienst wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
„Was sie in den 50 Jahren in der Fürsorge im St. Annastift, besonders auf der Kinderstation, geleistet hat, weiß Gott allein.“ Chronik der Ordensgemeinschaft

Schwester M. Castula starb am 25. Mai 1969 in Ludwigshafen und wurde in der Begräbnisstätte des Instituts in Speyer beerdigt.

Quellen:
Norbert Kästel: St. Peter und Paul Geinsheim – Zur Geschichte der Kirche und der Pfarrei. Neustadt-Geinsheim 1998.
Norbert Kästel: Im Heimatort nicht vergessen – Bedeutende Personen aus Geinsheim.
Zitat: Chronik der Ordensgemeinschaft.
Maria Anna Barbara Schwarz, Schwester M. Agatha
1823–1892

Maria Anna Barbara Schwarz – Schwester M. Agatha

Geinsheimerin, Mitbegründerin und erste Generaloberin der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie.

Maria Anna Barbara Schwarz wurde am 12. Juli 1823 in Geinsheim geboren. Ihre Eltern waren Georg Peter Schwarz und Maria Anna Schwarz, geborene Schreyeck.

  • Sie gehörte zu den Mitbegründerinnen der Kongregation der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie in Mallersdorf.
  • Von 1855 bis 1864 war sie die erste Generaloberin der jungen Gemeinschaft.
  • Vorübergehend trat sie in das Kloster der Augustinerinnen in Köln ein.
  • 1868 kehrte sie nach Geinsheim zurück und lebte in der Familie ihres Bruders.
  • Sie starb am 24. März 1892 in Geinsheim und wurde auf dem Geinsheimer Friedhof beerdigt.
  • Eine Gedenktafel in der Vorhalle der Geinsheimer Kirche erinnert an sie.
Schwester Agatha verbindet die Geschichte Geinsheims unmittelbar mit dem seligen Paul Josef Nardini: Eine Geinsheimerin stand am Anfang jener Gemeinschaft, die aus seinem karitativen Wirken hervorging.
„Die opferfreudige, fromme und organisatorisch begabte Jungfrau hatte schon bisher an allen Plänen Nardinis lebhaften Anteil genommen.“ Dr. Ludwig Stamer
Quellenhinweis: Biografische Angaben nach dem überlieferten Text der bisherigen Gemeindeseite St. Peter und Paul Geinsheim. Das angeführte Zitat stammt von Dr. Ludwig Stamer.
Hermann Schneider, Pater Remigius
1901–1982

Hermann Schneider – Pater Remigius

Geinsheimer Kapuziner und Missionar, der mehr als ein halbes Jahrhundert seines Lebens mit den Menschen in Chile verbunden war.

Hermann Schneider wurde am 28. Juni 1901 in Geinsheim geboren. Seine Eltern waren Ludwig Schneider, Ökonomierat und Bürgermeister, und Barbara Schneider, geborene Jochim.

  • Er studierte Theologie in Würzburg und Innsbruck.
  • 1924 trat er bei den Kapuzinern in Dillingen an der Donau ein.
  • Am 18. Juli 1926 wurde er zum Priester geweiht.
  • Am 27. Dezember 1927 ging er als Missionar nach Cunco in Chile.
  • Dort leitete er unter anderem Missionsschulen, ein Priesterseminar, Krankenstationen und Ausbildungsstätten.
  • Er war Provinzialoberer und Vertreter des Missionsbischofs.
  • 1954 hatte er bei seinem ersten Heimaturlaub eine Audienz bei Papst Pius XII.
  • Bei seinem zweiten und letzten Heimaturlaub feierte er in Geinsheim sein 50-jähriges Priesterjubiläum.
  • Seit 1980 erblindet, lebte er im Altersheim in Pucón.
„Mit großer Liebe und Hingabe betreute Pater Remigius in der chilenischen Araukanie ‚seine‘ Indianer und fühlte sich mit ihnen bis an sein Lebensende verbunden.“ Pilger-Kalender 1984

Pater Remigius starb am 4. Oktober 1982 und wurde in Pucón in Chile beerdigt.

Quellen:
Norbert Kästel: St. Peter und Paul Geinsheim – Zur Geschichte der Kirche und der Pfarrei. Neustadt-Geinsheim 1998.
Norbert Kästel: Im Heimatort nicht vergessen – Bedeutende Personen aus Geinsheim.
Zitat: Pilger-Kalender 1984.

Quellen und Literatur

Die biografischen Angaben auf dieser Seite beruhen auf den jeweils bei den Personen genannten Quellen. Einen besonderen Anteil an der Erforschung und Bewahrung der Geinsheimer Kirchen- und Personengeschichte haben die Veröffentlichungen von Norbert Kästel.

  • Norbert Kästel: St. Peter und Paul, Geinsheim – Zur Geschichte der Kirche und der Pfarrei. Festschrift zum 125. Jubiläum der Weihe der neuen Kirche, Neustadt-Geinsheim 1998.
  • Norbert Kästel: Im Heimatort nicht vergessen – Bedeutende Personen aus Geinsheim.
  • Norbert Kästel: Pater Theodor Schneider SJ aus Geinsheim, einer der Begründer der katholischen Kirche in Nordamerika. Neustadt-Geinsheim 2003.

Weitere Einzelquellen und Zitate sind unmittelbar bei den jeweiligen Lebensbildern ausgewiesen.