St. Pius finden
Katholische Kirche St. Pius
Max-Slevogt-Straße 1
67434 Neustadt an der Weinstraße
Die Kirche St. Pius und ihre Farbverglasung sind als Kulturdenkmal erfasst. Im Denkmalverzeichnis wird der Bau als Stahlbetonbau auf trapezförmigem Grundriss mit vortretendem Turm beschrieben. Die Kirche entstand 1958/59 nach Plänen von J. Blanz; die Farbverglasung stammt von Johannes Schreiter.
Eine Kirche mit Richtung
St. Pius ist keine Kirche, die sich auf den ersten Blick erklärt. Gerade ihre Schlichtheit macht neugierig.
Die Kirche St. Pius auf der Hambacher Höhe wurde in den Jahren 1958/59 nach Plänen des Architekten Josef Blanz errichtet.
Sie entstand in einer Zeit, in der auf der Hambacher Höhe ein neuer Stadtteil wuchs. Mit den Menschen wuchs auch der Wunsch nach einem eigenen Ort für Gottesdienst, Glauben und Gemeinschaft.
Äußerlich gibt sich St. Pius eher zurückhaltend. Der Turm gehört unmittelbar zur Architektur, die Formen sind klar und der Schmuck ist sparsam. Doch wer die Kirche betritt, merkt schnell: Dieser Raum ist keineswegs beliebig gebaut.
Seine besondere Stärke liegt in der Architektur selbst. Der Grundriss ist trapezförmig. Vom breiten Eingang her verjüngt sich der Raum zur Altarwand. Fast unmerklich führt die Kirche den Blick nach vorne – zur Mitte.
Menschen für St. Pius
Gemeinde lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen. Hier sehen Sie, wer sich für St. Pius Neustadt im Pastoralteam, im Pfarreirat, im Gemeindeausschuss und im Verwaltungsrat einbringt.
Pastoraler Ansprechpartner
Für die pastorale Begleitung der Gemeinde St. Pius.
Pfarreirat
Die Stimmen von St. Pius im Pfarreirat der Pfarrei Heilig Geist.
Gemeindeausschuss
Die Menschen, die das kirchliche Leben vor Ort mitgestalten.
Verwaltungsrat
Die Vertreter aus St. Pius für Gebäude, Finanzen und Verwaltung.
Was hat eine Kirche mit einem Trapez zu tun?
Auf den ersten Blick: nicht viel. Auf den zweiten: bei St. Pius erstaunlich viel.
Ein Raum, der auf die Mitte zuläuft
Aus der Vogelperspektive erkennt man die Besonderheit besonders gut: St. Pius ist nicht einfach rechteckig gebaut.
Der trapezförmige Grundriss beginnt weit und verjüngt sich zur Altarwand. Was man von oben sehen kann, spürt man beim Betreten: Der Raum sammelt den Blick und führt ihn nach vorne.
Und das Wort „Trapez“ eröffnet noch eine zweite Spur. Der Theologe Henri Nouwen beobachtete einmal Trapezkünstler im Zirkus. Der Flieger muss im entscheidenden Augenblick loslassen und darauf vertrauen, dass der Fänger ihn auffängt.
Nicht krampfhaft festhalten, sondern die Arme ausstrecken und vertrauen.
Vielleicht erzählt St. Pius auf ihre ganz eigene Weise genau davon: Der Raum beginnt offen und weit. Dann wird der Weg klarer, die Mitte rückt näher.
Glaube heißt nicht, alles selbst festhalten zu müssen. Man darf sich sammeln lassen, loslassen – und darauf vertrauen, dass da einer ist, der trägt.
Die Kirche entdecken
Eine kleine Kirchenführung – zum Lesen vor Ort oder schon vor dem Besuch.
Vom Eingang zur Mitte
Bleiben Sie nach dem Eintreten einen Augenblick stehen. Der Raum beginnt breit und wird nach vorne hin schmaler. Nichts drängt, und doch bekommt der Blick eine Richtung. Die Architektur sammelt. Aus dem offenen Raum wird Schritt für Schritt ein Weg zur Mitte.
Altarwand und geöffnetes Tor
Hinter dem Altar prägt ein großes, symbolisch gestaltetes Tor die Kirche. Es wirkt nicht wie eine Grenze, sondern wie eine Öffnung. In seiner Mitte befindet sich der Tabernakel; darüber steht die Eucharistie im Zentrum der Bildsprache. Die Mitte dieser Kirche will nicht festhalten, sondern öffnen.
Die vier Evangelisten
Mensch, Löwe, Stier und Adler erinnern an die vier Evangelisten. Sie stehen um die Mitte herum und machen deutlich: Das Evangelium soll von hier aus weitergehen – in alle Richtungen, hinaus ins Leben.
Fenster, die Licht sprechen lassen
Die Farbverglasung stammt von Johannes Schreiter. Hier begegnet man keinen klassischen, erzählenden Heiligenbildern. Linien, Flächen und transparente Strukturen verändern vielmehr das einfallende Tageslicht. Je nach Stunde und Wetter wirkt der Kirchenraum anders. Das Licht selbst wird Teil der Architektur.
Sandstein – was trägt
Die rötlich-gelbe Sandsteinwand hinter dem liturgischen Zentrum bringt Wärme in die ansonsten klare Architektur. Sie wirkt ruhig und geerdet. Fast könnte man sagen: Während der Raum nach vorne führt, gibt der Stein ihm Halt.
Die Architektur führt zur Eucharistie – und von ihr aus wieder ins Leben. Ein Raum, der nicht überredet, sondern einlädt.
Pius X. – ein Patron der Erneuerung
Die Kirche trägt den Namen des heiligen Papstes Pius X. Er leitete die katholische Kirche von 1903 bis 1914 und setzte wichtige Impulse für Liturgie und Eucharistie.
Besonders mit der Förderung der frühen Erstkommunion verband sich sein Anliegen, den Zugang zum kirchlichen Leben nicht unnötig zu erschweren.
Das passt erstaunlich gut zu dieser Kirche: schlicht in ihrer Form, auf die Mitte konzentriert und zugleich offen für das Leben.
St. Pius in wenigen Stationen
Die wichtigsten Wegmarken der Geschichte.
Auf der Hambacher Höhe entsteht die Expositur Herz Jesu. Damit beginnt die eigenständige Seelsorge in diesem Gebiet.
Die Kirchenstiftung St. Pius wird errichtet. Am 2. November erfolgt die Grundsteinlegung für die neue Kirche.
St. Pius wird selbstständige Pfarrei. Am 6. Dezember weiht Bischof Isidor Markus Emanuel die neue Kirche.
Der Innenraum wird renoviert. Am 1. Dezember weiht Bischof Karl-Heinz Wiesemann den Altar.
Mit der Neuordnung der Pfarreien wird St. Pius Teil der Pfarrei Heilig Geist Neustadt.
Die renovierte Unterkirche wird als neuer Ort für Gemeindeleben und Begegnung eingeweiht.
Unsere Unterkirche
Unter dem Kirchenraum wird aus Sammlung Gemeinschaft.
Raum für Begegnung
Das Pfarrheim der Gemeinde St. Pius befindet sich heute in der Unterkirche.
Die Räume wurden 2023 vollständig renoviert und am 3. September 2023 feierlich eingeweiht.
Mit Gemeindesaal und Küche ist hier ein moderner Treffpunkt für Gruppen, Gremien, Katechese, Feste und Veranstaltungen entstanden.
Unterkirche und Pfarrheim mieten
Feiern und Veranstaltungen
Wer auf dem Gebiet unserer Pfarrei wohnt, kann die Räumlichkeiten für private Feiern und andere Anlässe mieten.
- bis zu 60 Sitzplätze bei Vorträgen und Versammlungen ohne Tische
- bis zu 40 Sitzplätze bei Feiern und Beerdigungskaffee
- Gemeindesaal
- Küche
Mietpreise
70,00 €
150,00 €
150,00 €
Anfragen und Reservierungen:
Zentrales Pfarramt
Telefon 06327 5749
Kindertagesstätte St. Pius
Zur Gemeinde gehört auch die katholische Kindertagesstätte St. Pius. Informationen zur Einrichtung, zum pädagogischen Konzept und zum Neubau finden Sie auf der eigenen Kita-Seite.
