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Beerdigung

Im Johannesevangelium hören wir Jesus sagen: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben.“ (Joh 11,24f)

Seit den Anfängen des Christentums gehört es zu den so genannten Werken der Barmherzigkeit, Tote zu begraben und Trauernde zu trösten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist zu tun, wenn jemand verstorben ist?

Dies ist eine sehr schwierige Situation. Auf die Angehörigen kommen nicht nur die Trauer und der Abschiedsschmerz zu, sondern auch eine Vielzahl von organisatorischen Aufgaben, die noch dazu in relativ kurzer Zeit bewältigt werden müssen.

Zuerst ist es wichtig, einen Arzt zu benachrichtigen. Er muss den Tod medizinisch feststellen und mit dem Totenschein bestätigen.

Weiterhin rufen Sie bitte bei im Pfarrbüro oder eine Seelsorger aus dem Seelsorgeteam an. Er wird ihnen gerne bei vielen Fragen auch über die kirchliche Beerdigung hinaus helfen. Wenn Sie es wünschen, kommt er zu Ihnen nach Hause und spricht die Sterbegebete üer den Toten. Sollten Sie ihn nicht direkt erreichen, so hinterlassen Sie in jedem Fall eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Er wird sobald als möglich mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Einer der nächsten Schritte ist die Wahl eines Bestattungsunternehmens. Dieses übernimmt für Sie viele weitere Formalitäten, die unmittelbar anstehen.

Wie lange kann der Verstorbene noch zu Hause bleiben?

Sie müssen den Verstorbenen nicht gleich zur Trauerhalle bringen lassen. Falls der Tote daheim gestorben ist, können Sie ihn noch 24 Stunden zu Hause behalten. Nehmen Sie sich ganz bewusst Zeit für den Abschied. Entzünden Sie eine Kerze. Setzen Sie sich zu dem Toten und beten für ihn. Geeignete Gebete finden Sie im Gesangbuch GOTTESLOB.

Auch wenn der Tote im Krankenhaus oder im Heim gestorben ist, raten wir Ihnen auf jeden Fall, sich dort die Zeit zu nehmen für den Verstorbenen zu beten und sich innerlich von ihm zu verabschieden. Diese Zeit ist sehr kostbar und wird es auch weiter für Sie bleiben.

Was ist noch zu tun?

Überlegen Sie, wer die Verhandlungen mit dem Bestattungsunternehmen führt. Da sind viele Fragen zu klären: Sarg aussuchen, Blumenschmuck, Todesanzeige, …

Überlegen Sie auch, welche Kleider der Tote im Sarg tragen soll. Hilfreich ist es, wenn Sie beim Gespräch mit dem Bestatter das Familienstammbuch sowie den Totenschein des Arztes zur Hand haben. So stehen ihm gleich alle wichtigen Daten zur Verfügung, die er für die Meldung bei den Behörden braucht.

Gibt es einen letzten Willen?

Manche Menschen verfassen zu Lebzeiten einen letzten Willen oder eine Verfügung für den Todesfall. Darin beschreiben sie, welche Wünsche sie für ihre Beisetzung und alles, was dazu gehört, haben (damit ist nicht das Testament gemeint, das den Nachlass regelt). Nach Möglichkeit sollten die Angehörigen diesen letzten Willen erfüllen. Oftmals sprechen Sterbende auch mit ihren Angehörigen darüber, wie sie sich den Abschied von dieser Welt wünschen.

Was ist beim kirchlichen Begräbnis zu beachten?

Vor der Beisetzung wird derjenige aus dem Seelsorgeteam, der die Beerdigung übernommen hat, noch einmal zu einem Gespräch mit Ihnen zusammentreffen. In diesem Trauergespräch wird der Verlauf der Beerdigung besprochen. Zu klären ist auch, ob nach der Beerdigung ein erstes Sterbeamt in der Kirche gefeiert werden soll.

In allen vier Gemeinden läuten die Totenglocken, wenn ein Gemeindemitglied gestorben ist. Die Gemeinde Geinsheim betet vor der Beerdigung für jedes verstorbene Gemeindemitglied zweimal den Sterberosenkranz in der Kirche.

Ist auch eine Urnenbeisetzung möglich?

Viele wissen noch, dass die Einäscherung für Katholiken früher nicht erlaubt war. Dies hat sich allerdings schon vor vielen Jahren geändert. Heute gibt es in diesem Zusammenhang zwei Möglichkeiten:

  • Trauerfeier mit dem Sarg; anschließend wird der Sarg zum Krematorium gefahren und der Leichnam eingeäschert. Die Urnenbeisetzung findet dann im engsten Familienkreis statt.
  • Trauerfeier mit der Urne und anschließende Beisetzung. In diesem Fall findet die Einäscherung vor der Trauerfeier statt.
Gibt es ein kirchliches Begräbnis für Menschen, die kein Kirchenmitglied waren?

Wenn sich jemand zu Lebzeiten gegen eine Mitgliedschaft in der Kirche entschieden hat, ist eine kirchliche Beerdigung nicht möglich.

Wie geht es weiter?

In der Regel feiern wir in unseren Gemeinden im Abstand von ca. jeweils vier Wochen ein zweites und ein drittes Sterbeamt für die Verstorbenen unserer Gemeinden. Bitte melden Sie sich nach der Beerdigung im Pfarrbüro, um die Termine für diese Messfeiern zu vereinbaren.

In unseren Pfarrbüros gibt es ebenfalls Faltblätter mit Angeboten für Trauerseminare. Derartige Treffen können helfen, den Tod eines lieben Menschen zu verarbeiten und mit dem Verlust leben zu lernen.

Trauerbegleitung in Zeiten von Corona

Die Corona-Krise erschwert im Moment das Leben vieler Menschen. Viele Möglichkeiten im Umgang mit der eigenen Trauer fallen weg oder finden nur noch eingeschränkt statt.

Wir, die haupt- und ehrenamtlichen Trauerbegleiter*innen wollen auch in diesen Zeiten für Sie da sein!

Melden Sie sich, 

  • wenn Sie den Besuch im Trauercafé vermissen
  • wenn die Trauer da ist oder größer wird 
  • wenn Sie das Gefühl haben, Sie müssten einmal mit jemandem über ihre Gefühle und Gedanken reden
  • wenn Sie sich von einem lieben Menschen nicht verabschieden konnten und Sie nicht wissen, wohin mit den Gefühlen 
  • wenn Sie über einen Verlust nicht hinwegkommen
  • wenn Sie das Bedürfnis nach Trauerbegleitung und Gespräch haben

Sie können täglich, von Montag bis Freitag zwischen 11.00 und 13.00 Uhr unter der  Telefonnummer der Hospiz- und Trauerseelsorge des Bistum Speyers anrufen: 

  06232-102479

Viele haupt- und ehrenamtliche Trauerbegleiter*innen, die sonst ihre Begleitung in Trauercafés, Gesprächen, Trauerwanderungen und Trauergruppen anbieten stehen Ihnen für ein Gespräch am Telefon zur Verfügung! 

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Aber:

Es ist uns ein Anliegen, gerade in diesen herausfordernden Zeiten Menschen in Trauer, Krise und Not zu begleiten. Wir sind weiterhin für Sie da!

Auch wenn Sie bisher noch keinen Kontakt zu uns hatten, sind Sie uns jederzeit herzlich willkommen, auch unabhängig Ihrer Konfession!

Das Angebot ist selbstverständlich kostenfrei!

Auf alle weiteren Fragen im Zusammenhang mit einem Trauerfall erhalten Sie in unseren Pfarrbüros eine Antwort.