Das Osterlachen – „Risus Pascalis“

Für den „Risus Pascalis“ erzählten Pfarrer auch komische Geschichten, Ostermärlein genannt.

Liebe Schwestern und Brüder!

Im Mittelalter war es üblich, die Angst vor dem Tod an Ostern wegzulachen. Für den „Risus Pascalis“ erzählten Pfarrer auch komische Geschichten, Ostermärlein genannt. Eine Kostprobe: Maria und Josef suchen in Bethlehem ein Quartier. Gastwirt: „Ich habe kein Zimmer frei.“ Josef, auf Marias Bauch zeigend: „Sehen Sie nicht, in welchem Zustand sie ist?“ Gastwirt unwirsch: „Dafür kann ich doch nichts.“ Josef entrüstet: „Ich vielleicht?“

Das berühmteste Lachen der Bibel, weiß der Wissenschaftler, steht im gemeinsamen Glaubensbuch von Juden und Christen, dem Alten Testament.

Als Abraham und Sara, beide hochbetagt, von Saras Schwangerschaft erfahren, lacht Sara Gott aus. Aber der Allmächtige zeigt Nachsicht. Die fast Hundertjährige bringt einen Sohn zur Welt und nennt ihn Isaak. Zu Deutsch: Gott lacht. „Das gesamte jüdische Volk“ basiert also auf einem Lachen Gottes, dem Humor Gottes, denn aus Isaak entwickeln sich die Nachfahren.

Das Osterlachen ist natürlich nicht jedermanns Sache. So fragen Kritiker gerne: Hat Jesus auch gelacht? Dezidiert erwähnt wird es nicht in der Bibel. Doch die Tatsache, dass Jesus etwa die Hochzeit zu Kana mitgefeiert hat, lässt auf einen geselligen, wohl auch lachenden Gottessohn schließen.  

So viel über Jesus und das Lachen! Aber wie steht es mit unserem obersten Chef? Lediglich im zweiten Psalm Davids heißt es: „Die Könige der Erde stehen auf, die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn (…). Doch er, der im Himmel thront, lacht, der Herr verspottet sie.“ Gott lacht also zurück über die Pläne der Menschen! Dies lässt uns fragen: „Wie bringt man Gott zum Lachen? Erzähl ihm deine Pläne.“ Der liebe Gott braucht manchmal auch Humor, damit er das mit uns besser aushält!!!!

Mit dem befreiten Lachen an Ostersonntag wäre Gott, so denke ich, sehr einverstanden.

Sonst muss ich ja immer eine „Osterwitze-Auswahl“ machen, weil die Osternacht ohnehin schon lange braucht. Heuer dürfen es auch ein paar Witze mehr sein

1. Egal wie jung deine Freunde sind – Jesus Freunde waren jünger  

2. Wie heißen die Fußballschuhe von Jesus?
Chirstolllen!

3. Ein Ire, ein Däne und ein Deutscher stehen in der Kneipe.Die Tür geht auf, der neue Gast, Jesus, tritt ein. „Ich heile durch Handauflegen“ verkündet er.
Der Ire sogleich „Hier ist mein Tennisarm“. Jesus legt seine Hand auf den Arm – und? „Super“, sagt der Ire, „der Schmerz ist weg“.
Kommt der Däne zu Jesus „Mach‘ mal meinen Nacken wieder ganz“. Gesagt, getan. Jesus heilt durch sein Handauflegen auch den Dänen, und dreht sich zum Deutschen um.
Darauf antwortet der Deutsche: „Fass mich ja nicht an, ich bin noch 6 Wochen krank geschrieben!“

4. Was ist der Unterschied zwischen Jesus und einem Holländer?
Jesus hat aus Wasser Wein gemacht – Holländer aus Wasser Tomaten!

5. Ein Rabbi betet zu Gott: „Lieber Gott, mein Sohn ist Christ geworden!“
Gott: „Ja und, meiner auch!“
Rabbi: „Und was hast du gemacht?“
Gott: „Ein Neues Testament geschrieben!“

6. Der Patient erwacht aus der Narkose und sagt erstaunt: „Herr Doktor, Ihr Bart ist aber gewachsen, hat die OP denn so lange gedauert?“
„Erstens heiße ich Petrus, und zweitens habe ich schon immer einen Bart gehabt!“

7. „Glauben Sie an eine Auferstehung nach dem Tode?“, fragt der Chef.“
„Ich weiß nicht“, stammelt der junge Angestellte verlegen, „warum wollen
Sie das denn wissen?“ „Weil Ihr Großvater, zu dessen Beerdigung Sie
gestern frei bekamen, Sie am Telefon verlangt.“

Ihr Pfarrer Michael Paul