Hausgottesdienst an Heilig Abend für Familien mit Kindern

Hinweise zur Vorbereitung und Gestaltung des Heiligen Abends

Sie benötigen die am 4.12. ins Haus geholten und nun (blühenden) Barbarazweige – oder andere grüne Zweige bzw. den Weihnachtsbaum.
Stellen Sie diese Vorlage und ein Gotteslob für alle Mitfeiernden bereit.
Festlicher wird die Feier, wenn die Lieder mit Instrumenten begleitet werden.
Vereinbaren Sie vorher, wer die Schriftworte und Gebete vorträgt und wer die Lieder anstimmt. Legen Sie eine Bibel mit den angegebenen Schriftworten (Lukas 2,1–20) in Ihre Mitte. Sie unterstreicht die Gegenwart von Gottes Wort.
Überlegen Sie, wo Sie den Hausgottesdienst feiern: um den Christbaum versammelt, am Tisch oder vor der Krippe?
Wenn es möglich ist, bietet es sich an, das Jesuskind erst nach dem ersten Textabschnitt des Evangeliums in die Krippe zu legen.
Für die Aufmerksamkeit und Sammlung der Kinder ist es hilfreich, wenn die Geschenke unter einem großen Tuch oder verschiedenen Tüchern „verborgen“  sind, bzw. erst nach der Einstimmung hereingeholt werden.Bereiten Sie, vielleicht mit größeren Kindern, für jede/n Teilnehmer/in Blumen aus Papier (möglichst bunt, 80 g/m²) vor (siehe Vorlage). Es sollen wasserfeste Stifte bzw. Kugelschreiber bereit liegen. Stellen Sie eine Schale mit warmem Wasser (Größe entsprechend der Anzahl der Papierblumen) bereit. Die Weihnachtsblume zum Download finden Sie hier:

 Eröffnung

V1 Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Dazu das Kreuzzeichen machen)
A Amen.
V1 Gott, der für uns Leben ist und Leben schenkt, ist in unserer Mitte.

Lied: Lobt Gott, ihr Christen (GL 247)

Gebet

V2 Herr, unser Gott, du bist die Hoffnung und die Liebe.
In deinem Sohn Jesus ist diese Liebe zu uns Mensch geworden. Wir danken dir dafür. Lass uns aus dieser Hoffnung und Liebe leben. Darum bitten wir, durch Jesus, deinen Sohn und unseren Bruder und Herrn. Amen.

Einführung

V1 Der grüne Zweig des Advents ist zum Baum geworden, der kahle Zweig, den wir am Gedenktag der Hl. Barbara in die Vase gestellt haben, hat Blüten bekommen. Grün ist die Farbe der Hoffnung. Besonders jetzt in dieser dunklen Zeit. Die Hoffnung auf neues Leben hat sich erfüllt.
So hat sich auch die Hoffnung der Menschen erfüllt:
Jesus, Gottes Sohn, wird geboren. In seiner Person wird Gottes Liebe und Treue auch in schweren Zeiten erfahrbar. Er ist der Grund unserer Hoffnung. Der Christbaum mit seinen grünen Zweigen ist dafür ein Sinnbild.

Lied: O Tannenbaum

Evangelium (Lukas 2,1–7)

L Wir hören das Weihnachtsevangelium nach Lukas:

Es geschah in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

(Das Jesuskind wird in die Krippe gelegt.)

Lied: Zu Betlehem geboren (GL 239) oder

Ich steh an deiner Krippe hier (GL 256)

Evangelium (Lukas 2,8–15)

L Der Evangelist Lukas berichtet weiter:

In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.
Und es geschah, als die Engel von ihnen in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Lasst uns nach Betlehem gehen, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr kundgetan hat! So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.

Lied

Vom Himmel hoch (GL 237, 1 – 5) oder 
Kommet, ihr Hirten (GL 771) oder Ihr Kinderlein kommet (GL 248)

Blütenaktion

V1: Wir erinnern uns an unseren Hausgottesdienst im Advent. Wir haben unseren Traum vom Frieden aufgeschrieben. Und vielleicht haben wir in der Adventszeit, die nun zu Ende geht, auch immer wieder daran gedacht. Wir wollten uns alle um diesen Frieden bemühen. Im Kleinen und Großen. Vielleicht ist es uns sogar gelungen, mehr Frieden zu halten in unserer Familie und mit unseren Freundinnen und Freunden.

V2: Wir haben den Barabarazweig in unser Haus gestellt und nun an Weihnachten sind Blüten aus dem scheinbar toten Zweig hervorgekommen. Ich habe nun für jede und jeden von uns eine Blume mitgebracht. Jede und jeder darf nun in die Mitte der Blüte aufschreiben, was sie und ihn bewegt. Eine Bitte, ein Gedanke, eine Hoffnung, ein Dank. Sätze oder einzelne Worte. Alles ist erlaubt, denn wir dürfen Gott alles sagen, was uns wichtig ist. ER ist Mensch geworden, einer von uns. Wir sind ihm wichtig!

(Farbstifte und wasserfeste Stifte für den Text werden ausgeteilt. Die Blütenblätter dürfen bunt ausgemalt werden. Nach dem Schreiben werden die Blütenblätter nach innen gefaltet, zunächst jedes zweite Blütenblatt, dann die übrigen. Nun in ein großes Gefäß mit warmem Wasser legen. Die Blütenblätter öffnen und entfalten sich dann langsam.)

Fürbitten

V1 Mit Jesus Christus kam das wahre Licht in unsere Welt, denn in ihm hat sich Gottes Liebe an die Menschen verschenkt. So sollen auch wir um einander besorgt sein, uns umeinander kümmern, aneinander denken und füreinander beten.
V2 Herr Jesus Christus. Du wurdest in einem Stall geboren, weil in der Herberge kein Platz war. Steh allen bei, die auf der Flucht sind, die keine Heimat mehr haben oder heute einsam sind. – Christus, höre uns.
A Christus, erhöre uns.

V2 Bei deiner Geburt verkündeten Engel den Frieden. Wir ersehnen und erträumen diesen Frieden auf unserer Welt. Lass Frieden werden in unseren Familien und Beziehungen, unseren Dörfern und Städten, unserem Land und auf der ganzen Welt. – Christus, höre uns.
A Christus, erhöre uns.

V2 Du bist das Licht, das die Welt erleuchtet. Leuchte allen, die traurig, krank oder verzweifelt sind. Mach ihnen Mut und Hoffnung auf eine gute Zukunft und erleuchte ihre Dunkelheiten. – Christus, höre uns.
A Christus, erhöre uns.

V2 Wir haben unsere Bitten, unseren Dank, unsere Hoffnung und das, was uns wichtig ist, aufgeschrieben und aufgemalt. Lass alles in Erfüllung gehen, so wie es gut für uns ist. – Christus, höre uns.
A Christus, erhöre uns.

V2 In dir ist das Leben in Fülle. Lass unsere Verstorbenen, an die wir heute besonders denken, leben in deinem Licht und tröste alle, die um sie trauern. – Christus, höre uns.
A Christus, erhöre uns.

Vaterunser

V1 Herr Jesus, du hast uns Gott als guten Vater gezeigt und uns gelehrt, ihn auch so anzusprechen. So dürfen wir uns miteinander verbinden und gemeinsam beten:
A Vater unser im Himmel, …

Segen

V1 Wir wollen um den Segen Gottes bitten: für alle Menschen, die wir im Herzen tragen und die wir sehr lieb haben. Für alle Menschen, die heute Abend alleine, traurig, krank und ohne andere Menschen den heiligen Abend verbringen müssen und Gottes Segen besonders brauchen. Für alle, die im Dunkeln leben und keine Hoffnung haben. Lass uns immer mehr zum Segen füreinander werden.

V2 Der Herr segne und behüte uns, der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig; er wende uns sein Antlitz und schenke uns seinen Frieden, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

A Amen.

Lied

O du fröhliche (GL 238, 1 – 3) oder Stille Nacht! (GL 249)

Gott hat uns seine Liebe geschenkt. Er hat uns seinen Sohn geschenkt. Aus Freude darüber wollen auch wir nun einander beschenken und uns „frohe und gesegnete Weihnachten“ wünschen.

Geschenke, die nichts kosten – Ideen zu Weihnachten 
(formuliert von SchülerInnen einer 5. Klasse) 

Ein Geschenk, das nichts kostet … jemanden loben.
Ein Geschenk, das nichts kostet … helfen den Tisch abtragen. 
Ein Geschenk, das nichts kostet … ein handgeschriebener Weihnachtsbrief. 
Ein Geschenk, das nichts kostet … Fröhlichkeit ausstrahlen. 
Ein Geschenk, das nichts kostet … sich für jemanden Zeit nehmen. 
Ein Geschenk, das nichts kostet … einen Fehler zugeben. 
Ein Geschenk, das nichts kostet … für jemanden beten. 
Ein Geschenk, das nichts kostet … sich für das Mittagessen bei der Mama oder Papa bedanken. 
Ein Geschenk, das nichts kostet … sich versöhnen.