Segnungsgottesdienst für die Vorschulkinder

Hambach: Die Vorschulkinder der Kindertagesstätte St. Jakobus wurden zum Abschluss ihrer Kindergartenzeit von Pfarrer Paul gesegnet und bekamen ihre Schultüten überreicht.

Pfarrer Paul erzählte den Kindern die Geschichte von der Schnecke Schleimi.

„Ich soll ein Segen sein?“ wunderte sich Schleimi. Was soll das denn sein, Segen! Das will ich doch gleich mal weitererzählen und die anderen Tiere fragen, was das ist. Sie kriecht zum nächsten Beet und trifft einen Regenwurm:
„Schau mal, hier, du Wurm. Ich habe gehört, dass ich ein Segen bin, sagte die Schnecke. „Du, ein Segen? Das kann doch nicht sein. Segen ist doch etwas Gutes.
Was bewirkst du denn schon Gutes? Alle ärgern sich über dich im Frühling, weil du die jungen grünen Triebe wegfrisst und nie satt wirst“ Niemand will dich in seinem Garten haben. Also ein Segen bist du nicht. Ich aber schon, der
Regenwurm, ich bin ein Segen! Ich lockere die Erde, so dass alles gut wachsen und gedeihen kann.“Die Schnecke senkt den Kopf und kriecht weiter. „Das war ja klar. So ein Blödsinn. Ich und ein Segen. Wie konnte ich mir das einreden
lassen. Wer hat sich das denn ausgedacht.“ Da trifft sie ein Schaaf und erzählt ihm „Ich bin ein Segen“! „Toll, oder? Du? Ein Segen? Ein Segen sein bedeutet doch, dass du für andere wichtig und besonders bist und sie sich freuen, dass
du da bist. Aber du, du bist so unglaublich langsam. Du kannst ja noch nicht mal Gras fressen, nicht mal Rasen mähen für die Menschen. Und Wolle kannst du auch niemanden geben. Ich bin ein Segen. Ich bringe die Menschen dazu, sich
wenigstens ab und zu mal zu bewegen. Außerdem können sie mich streicheln. Ich hole das Stöckchen. Das will bei dir echt niemand, so schleimig wie du bist“.
Jetzt ist die Schnecke echt bedient. Eine Träne läuft ihr übers Gesicht
und schwupp – zieht sie sich in ihr Schneckenhaus zurück. „Hier bleib ich jetzt für immer“, schnieft sie. „Mich mag eh niemand“.

Plötzlich horcht sie auf. Da ist ein Kind, es geht in die Kita St. Jakobus, da kennt man sich mit der Natur gut aus, und ruft „Schaut mal, was für ein wunderschönes Schneckenhaus!“ Plötzlich merkt die Schnecke, wie eine Hand
sie vorsichtig berührt und ihr Haus ein wenig dreht. Eine erwachsene Stimme sagt: „Das ist nicht nur ein Schneckenhaus – da wohnt noch eine Schnecke drin, also lass sie am besten da wo sie ist“. „Ok, aber wir bleiben noch ein bisschen – vielleicht kommt die Schnecke ja mal aus ihrem Haus.“ „Ja, gerne. Ich setz mich solange hier auf die Bank.“

Das Kind schaut auf die Schnecke und lächelt. Wunderschön nicht war. „Mama, wenn du die Schnecke anschaust, was fällt dir dann ein.“ „Also mich“, sagte die Mama, „erinnert so eine Schnecke an Gottes Segen“.

Wie das denn, an Segen?“ „Schau mal, die Schnecke hat ihr Haus immer dabei. Das umgibt und beschützt sie. Und so ist das auch mit Gottes Segen – der Segen ist immer bei uns, so wie das Schneckenhaus bei der Schnecke“.
„Dann ist die Schnecke ein Segen, weil sie uns erzählt, wie das mit Gottes Segen ist“, sagt das Kind.

„Genau“. „Da schau mal“, ruft plötzlich das Kind aufgeregt, „die Schnecke kommt aus ihrem Haus!“ Die Schnecke hat diesem Gespräch mit großer Aufmerksamkeit zugehört. Und staunt. Und freut sich. Mit stolzgeschwellter Brust kriecht sie los. Langsam, damit alle sie sehen. Denn sie weiß jetzt: sie hat eine wichtige Aufgabe: alle Menschen, Groß und Klein, daran zu erinnern, dass Gott sagt: Ich bin bei dir. Du bist ein Segen. Und du wirst ein Segen
sein.

Was für eine schöne Zusage. Die Pfarrei Heilig Geist wünscht den Vorschulkindern und Ihren Familien alles Liebe und Gute und Gottes Segen auf ihrem weiteren Weg. Dem Team der Kita St. Jakobus danken wir für die Gestaltung des Segnungsgottesdienstes