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Ukraine-Hilfe: Offene Herzen, Hände und Türen!


In Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sind noch immer viele Menschen auf der Flucht. In diesen schwierigen Zeiten ist unsere gelebte christliche Solidarität gefragt. In Neustadt beschäftigen sich viele Frauen und Männer engagiert mit den Folgen des Krieges in der Ukraine und es läuft auch bei der Kirche viel Gutes.

In ökumenischer Verbundenheit organisiert das Netzwerk-Hilfe Lachen-Speyerdorf, das von der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde, sowie von der Evangelischen Gemeinschaft und dem Diakonissen-Mutterhaus getragen wird, regelmäßig ein Ukraine-Café. Die Türen unseres Pfarrheims Heilig Kreuz in Lachen-Speyerdorf stehen – seit Kriegsausbruch – weit offen. Ganz ungezwungen können Ukrainerinnen und Ukraine hier untereinander Kontakte knüpfen und auch in Kontakt mit Deutschen kommen. Bei Kaffee und Kuchen wird zwanglos ein Begegnungs- und Vernetzungsraum eröffnet. Hier steht die Kirche einfach an der Seite derer, die unter diesem Konflikt leiden.

Nähere Infos zum Ukraine-Café finden Sie im Pfarrblatt Juli unter „Infos Lachen-Speyerdorf – Hl. Kreuz“.

Unsere Pfarrei wäre bereit noch mehr zu tun! Unser Traum war es, im 1. OG. Im Pfarrheim in Diedesfeld, eine Wohnung für Menschen aus der Ukraine einzurichten. Kleine und notwendige Umbauarbeiten, wie den Einbau von zwei Kompaktduschen, wollten wir über Spenden finanzieren. Es kamen mittlerweile 4.456,31 Euro zusammen. Diese stolze Summe verdanken wir dem Engagement

der Messdienerdienerinnen und Messdiener, die Kuchenverkäufe organisiert haben,

des Gemeindeausschusses St. Michael Duttweiler, der bei „Fass uff de Gass“ mit dem Cafemobil fleißig Geld „eingefahren“,

der Kommunionkinder mit Kuchenverkäufen beim Fastenessen

und Ihnen, den Spenderinnen und Spendern, Wohltäterinnen und Wohltätern, die Sie Ihre Spende auf das Konto der Pfarrei überwiesen haben.

Vorerst wird das Pfarrheim St. Remigius nicht zur Unterkunft für Menschen aus der Ukraine


Vorerst möchte die Stadt Neustadt die Menschen aus der Ukraine in Privatwohnungen unterbringen. Die Caritas Neustadt hat eine größere Unterkunft im Kloster St. Maria in Esthal geschaffen. Stadt und Caritas wurden von uns darüber informiert, dass wir unserer Pfarrheim gerne zur Verfügung stellen wollen und mit Spenden notwendige Umbauarbeiten vornehmen können. Vorerst werden unsere Räume nicht gebraucht!


Aber: Wir alle wissen: Der Krieg ist noch nicht zu Ende. Es werden gewiss noch Menschen ihre Heimat verlassen müssen und bei uns ankommen. So wird sich früher oder später die Frage stellen, wo diese alle untergebracht und wie sie betreut werden können.

Zunächst sind hierfür die Städte und Gemeinden zuständig. Diese wissen von unserer freien Kapazität in Diedesfeld und unserer Bereitschaft.

Nach Rücksprache mit der Caritas, wurden die Spenden zweckgebunden verbucht. So können wir im Fall des Falles, zeitnah und ohne viel Bürokratie, „Einfach da sein und helfen“.

Wir bedanken uns bei allen Wohltäterinnen und Wohltätern, bei den vielen Menschen mit offenen Herzen und Händen. Möge Gott, dem wir vertrauen, Frieden schenken!

Pfarrer Michael Paul