Dem Glauben
auf der Spur
Mit einem mehrtägigen Besuch in der Pfalz haben die Malteser im Bistum Speyer ihren langjährigen Bundesseelsorger Bischof em. Heinrich Timmerevers verabschiedet.
Der emeritierte Bischof von Dresden-Meißen hatte Anfang Oktober die Aufgabe des Bundesseelsorgers des Malteser Hilfsdienstes an den Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz übergeben. Umso größer war die Freude, ihn zum Abschluss seines Dienstes noch einmal im Kreis der Malteser und der Pfarrei Heilig Geist Neustadt willkommen heißen zu dürfen.
Willkommen in der Pfalz
Vorbereitet und begleitet wurde der Besuch von Pfarrer und Dekan Michael Paul, Diözesanseelsorger der Malteser im Bistum Speyer. Mit großem persönlichem Engagement hatte er gemeinsam mit den Gemeinden vor Ort ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das Gottesdienste, Begegnungen mit Malteserinnen und Maltesern, Gespräche mit den Gemeinden sowie besondere Orte und die Gastfreundschaft der Pfalz miteinander verband.
„Es war uns wichtig, Bischof Heinrich zum Abschluss seines Dienstes als Bundesseelsorger noch einmal bei uns in der Pfalz willkommen zu heißen. Über viele Jahre hat er die Malteser mit großer menschlicher Nähe, geistlicher Klarheit und aufrichtiger Verbundenheit begleitet. Dass wir ihm zum Abschied unsere Heimat, unsere Gemeinden und unsere Malteser-Gemeinschaft zeigen konnten, war für uns etwas Besonderes.“
Dekan Michael Paul · Diözesanseelsorger
„Die Begegnungen mit Bischof Heinrich Timmerevers waren von großer Herzlichkeit und gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Viele Malteserinnen und Malteser verbinden mit ihm persönliche Erinnerungen und wichtige Stationen ihres Glaubensweges. Umso schöner war es, ihn zum Abschluss seines Dienstes noch einmal in unserer Gemeinschaft erleben zu dürfen.“
Dr. Andrea Reimsbach · Diözesanoberin
Glaube, Geschichte und Gastfreundschaft
Bereits der Begegnungsabend im Pfarrhaus von St. Peter und Paul in Geinsheim bot Gelegenheit zu vielen persönlichen Gesprächen. Am folgenden Morgen feierte Bischof Timmerevers gemeinsam mit den Maltesern die Heilige Messe in der Turmkapelle von St. Jakobus in Hambach. Daran schlossen sich eine Privatführung durch das Hambacher Schloss und ein gemeinsames Mittagessen an.
Die Wiege der deutschen Demokratie bot dabei einen eindrucksvollen Rahmen für Gespräche über Freiheit, Verantwortung und gesellschaftliches Engagement. Gerade diese Verbindung von Glauben, persönlicher Begegnung und gesellschaftlicher Verantwortung prägte das gesamte Wochenende.
Einen besonderen pfälzischen Akzent setzte der Samstagabend im Weingut der Familie Nett in Geinsheim. Bei einer kulinarischen Weinprobe bot sich in entspannter Atmosphäre Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und zum Austausch über Kirche, Gesellschaft und die Zukunft des ehrenamtlichen Engagements.
Die Begegnung mit der Gastfreundschaft und Weinkultur der Pfalz wurde von den Gästen ebenso geschätzt wie die Möglichkeit, abseits offizieller Programmpunkte miteinander ins Gespräch zu kommen.
Ein Wochenende in Bildern
Begegnungen, Gottesdienste und besondere Augenblicke zwischen Geinsheim, Hambach und Speyer.
Pontifikalamt in Geinsheim · Eintrag ins Goldene Buch des Speyerer Doms · Hambacher Schloss · Begegnung im Weingut Nett
Hoffnung aus gelebtem Glauben
Ein geistlicher Höhepunkt des Wochenendes war das Pontifikalamt mit Bischof Timmerevers und den Maltesern in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Geinsheim. Zahlreiche Gläubige sowie Malteserinnen und Malteser aus dem Bistum nahmen daran teil.
In seiner Predigt berichtete Bischof Timmerevers von seinen Erfahrungen im Osten Deutschlands. Trotz mancher Herausforderungen habe er dort immer wieder Menschen erlebt, die ihren Glauben mit großer Überzeugung und Freude leben und Verantwortung für andere übernehmen. Diese Begegnungen seien für ihn bestärkende und ermutigende Zeichen der Hoffnung.
„Hier ist Gott am Werk.“
Immer wieder habe er deshalb den Eindruck gewonnen: „Hier ist Gott am Werk.“ Manchmal könne man, so seine Überzeugung, Gott gleichsam bei der Arbeit zusehen. Gerade solche Erfahrungen machten Mut und eröffneten einen hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft von Kirche und Gesellschaft.
Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen sorgte der Malteser Menüservice für die Verpflegung und zeigte zugleich eine weitere Seite des vielfältigen Engagements der Malteser. Der anschließende Besuch der Gemeinde Heilig Kreuz in Lachen-Speyerdorf bot nochmals Gelegenheit zu persönlichen Begegnungen und Gesprächen. Auf diese Weise verband das Wochenende die Gemeinschaft der Malteser eng mit dem kirchlichen Leben in der Pfarrei Heilig Geist Neustadt.
Gemeinschaft über Generationen hinweg
Vonseiten der Malteser nahmen insbesondere die Diözesanoberin Dr. Andrea Reimsbach, Diözesanleiter Prof. Dr. Christopher Wolf, der stellvertretende Diözesanleiter Matthias Geist, der Sprecher des Diözesanjugendführungskreises Philipp Ochsner sowie die Neustadter Beauftragte Anette Langhauser an den Begegnungen teil.
Darüber hinaus nutzten weitere Mitglieder des Diözesanvorstands sowie Helferinnen und Helfer aus den Gliederungen der Diözese die Gelegenheit zum Austausch mit dem früheren Bundesseelsorger.
„Der Besuch von Bischof Heinrich Timmerevers war für unseren Diözesanverband eine große Freude und Ermutigung. Viele Jahre hat er die Malteser in Deutschland geistlich begleitet. Dass wir ihn am Ende dieser Wegstrecke noch einmal bei uns begrüßen durften, war für uns ein besonderes Zeichen der Verbundenheit. Die gemeinsamen Gottesdienste, die persönlichen Gespräche und die vielen herzlichen Begegnungen werden uns in guter Erinnerung bleiben.“
Prof. Dr. Christopher Wolf · Diözesanleiter
Ein besonderer Abschluss im Dom zu Speyer
Den Abschluss des Besuchs bildete der Aufenthalt in Speyer. Im Speyerer Kaiser- und Mariendom wurde die Delegation von Diözesanadministrator Markus Magin empfangen.
Eine gemeinsame Führung durch die Kathedrale und der Austausch über das kirchliche Leben im Bistum rundeten das Wochenende ab. Mit seinem Eintrag in das Goldene Buch des Doms setzte Bischof em. Heinrich Timmerevers schließlich einen bleibenden Schlusspunkt unter seinen Besuch in der Pfalz.

